Aufsichts- und Informationsdienst 2006
Die Vereinigung pro Pfäffikersee ist Trägerschaft des Aufsichts- und Informationsdienstes am Pfäffikersee. Ziel und Aufgabe ist es, durch Information und Aufklärung auf das empfindliche Ökosystem und die nötigen Schutzmassnahmen hinzuweisen. In den letzten Jahren ist der Erholungsdruck auf das Schutzgebiet stetig gestiegen. Die Bedeutung der Aufsicht wird daher immer wichtiger. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2006 die Aufsicht am Pfäffikersee erstmals durch zusätzliche Greifensee-Ranger und durch die Naturschutz-Equipe verstärkt.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Personen ganz herzlich bedanken, die aktiv an dieser wichtigen Aufgabe mitgearbeitet haben.
Seit rund 6 Jahren wird die Aufsicht entschädigt aufgrund von Rapportblättern. Diese Rapportblätter erlauben nun auch Vergleiche der vergangenen Jahre. Genaue quantitative Auswertungen sind aber aufgrund der Datenmenge und Qualität nicht sinnvoll. Im Jahr 2006 wurde mit rund ca. 50 Begehungen ein geringerer Wert registriert als im Vorjahr (60). Allerdings lag die durchschnittliche Dauer der Kontrollgänge höher, bei neu knapp drei Stunden. Der Schwerpunkt der Begehungen konzentrierte sich vor allem auf die südlichen Regionen des Pfäffikersees, welche als besonders empfindlich zu betrachten sind.
Bei den Übertretungen zeigt sich schon seit längerem immer dasselbe Bild. Es sind vor allem zwei Schwerpunkte. Einerseits sind es Velofahrer auf dem Rundweg, obwohl eine Veloroute um den See signalisiert ist, anderseits wird der Leinenzwang innerhalb des markierten Schutzgebietes immer wieder nicht beachtet. Störungen durch unangeleinte Hunde sind für verschiedene Tiere, aber besonders für Bodenbrüter eine grosse Bedrohung. Besonders gefährdet ist der Kiebitz. Die Brutzeit beginnt bei diesem Bodenbrüter bereits im März. Zusätzliche Tafeln weisen nun auf die besondere Gefährdung des leider selten gewordenen Vogels hin. Auch ausserhalb der Brutzeit sind die Riedflächen ein wichtiger Lebensraum seltener und gefährdeter Tierarten und es gilt dringend Störungen zu vermeiden. Auffallend ist, dass vor allem unter der Woche massive Übertretungen beobachtet werden können. Es sind häufig uneinsichtige Hundebesitzer aus der Region auf ihren täglichen Spaziergängen am Morgen bzw. am Abend. Es ist daher wichtig, dass die Aufsicht auch an Werktagen in den spezifischen Gebieten Präsenz markiert. Ein weiteres Problem sind Katzen, die immer wieder weitab vom Siedlungsraum festgestellt werden können. Auch sie stellen eine grosse Bedrohung für Vögel und viele Kleintiere dar.
Für das Jahr 2007 sind keine wesentlichen Änderungen vorgesehen. Der Schwerpunkt bei den Kontrollgängen soll wiederum im Süden des Schutzgebietes liegen, wo mir vor allem unangeleinte Hunde und ihre uneinsichtigen Hundehalter Kopfzerbrechen bereiten.
Falls Ihnen die Erhaltung des Schutzgebietes mit all seinen Kostbarkeiten auch am Herzen liegt und Sie sich angesprochen fühlen, diese wichtige, aber nicht immer ganz einfache Aufgabe auszuführen, nehmen Sie doch bitte Kontakt mit dem Leiter der Aufsicht, Remo Zanelli auf. (rzanelli@swissonline.ch).
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