Der heisse Sommer 2003

Daten vom AWEL
Isopleten des Pfäffikersees (Nach rechts läuft die Zeit, nach unten die Tiefe. Flächen mit gleicher Farbe bedeuten ähnliche Temperaturen. Rot = warm, Blau = kalt.

Temperatur
Wie jedes Jahr blieb das Tiefenwasser relativ kühl. Hingegen erwärmte sich der See an der Oberfläche bis zu hohen Temperaturen. Er überschritt in Seemitte zweimal die 26°C. Am Ufer sind die Sommertemperaturen höher.
 

(Vollständiger Bericht als PDF)

 

 

Elektrische Leitfähigkeit
(mikroSiemens pro cm)
Der Pfäffikersee zeigt das typische Bild von Seen, welche mit Kalzit gesättigt sind. Nahe der Oberfläche nehmen die Algen Kohlensäure auf und fällen Kalzit. Dieser sinkt in die Tiefe und löst sich teilweise wieder auf.

 

Phosphor im Filtrat und anorganischer Stickstoff
Beide Komponenten sind Nährstoffe für Algen.
Das Sanierungs-Ziel für Phosphor war einmal 0.03 mg/Liter. Es ist mit ca. 0.032 Gesamt-P bereits weitgehend erreicht, aber der Sauerstoff Gehalt zeigt, dass dies nicht genügt.

 

 

 

 

Der Stickstoff spielt zwar auch eine Rolle bei der Begrenzung des Wachstums der Algen. Da immer noch genügend Stickstoff im Wasser ist, während sich bei Phosphor Mangel zeigt, hat diese Begrenzung kaum Wirkung.
Zu starke Begrenzung durch Stickstoff würde zu unerwünschten Blaualgen führen. Die kritische Grenze dazu ist weniger als ein Gewichtsverhältnis von 7:1 N:P bei der Frühlingzirkulation..
Von diesem Verhältnis ist der Pfäffikersee mit 41:1 weit entfernt.

Der Pflanzenfarbstoff Chlorophyll kann als Mass für die Algenbiomasse angesehen werden.
Wenig = Blau; Viel = Rot
Bei der ersten Ausfahrt 2003 war bereits die Frühjahrsentwicklung im Gang. Interessanterweise erstreckt sich dieses Maximum bis in die grösste Tiefe. Mit der thermischen Schichtung des Sees bleibt das pflanzliche Plankton auf die obersten 10 m beschränkt.

 

 

 

 

Restsauerstoff (mg “Sauerstoff” pro Liter)
Diese theoretische Grösse berechnet sich aus dem vorhandenen Sauerstoff abzüglich des Sauerstoffbedarfs von reduzierten Verbindung wie Ammonium, Schwefelwasserstoff und Methan. Daher kann diese Grösse auch ins Negative tauchen. Dies ist die Sauerstoffschuld, welche bei einer Belüftung des Sees erst abgetragen werden muss, um wieder ins Positive zu kommen.

(Rechnungen und Isopleten Bührer)

H. Bührer