Pflege2004

Schutzverordnung/Folgemassnahmen
Die neue Pfäffikerseeschutzverordnung ist nun bereits seit 6 Jahren festgesetzt Die neuen Bewirt- schaftungsauflagen, welche vor allem von der Landwirtschaft eine Extensivierung in Randbereichen von Riedflächen verlangt, werden eingehalten, ebenso werden auch die Seeschutzzonen respektiert, welche im Frühling 2004 mit gelben Bojen markiert wurden. Unerfreulich ist hingegen, dass immer noch viele Hundehalter die Leinenpflicht im Schutzgebiet missachten; mit vermehrten Kontrollen - auch an Werktagen - soll auf die Leinenpflicht aufmerksam gemacht werden; uneinsichtige Hunde- halter werden künftig an die Polizeiorgane zur Verzeigung gemeldet.

Rückblick
Die neuen InfoTafeln wurden an den wichtigen Zugängen ins Schutzgebiet aufgestellt und werden von interessierten Besuchern konsultiert und auch geschätzt.
Im Frühling 2005 wurde vor den Tennisplätzen Stogelen in Pfäffikon ein neuer; Rollstuhl gängiger Fischer- und Beobachtungssteg (kein Badesteg) gebaut. Er ersetzt den Steg in der Seegräbnerbucht, welcher - weil in der Seesperrzone gelegen - abgebrochen werden musste.
Ebenfalls im Frühjahr 2005 wurden in der Riedmulde Tüfi (unterhalb Auslikon) zwei neue Teiche als Laichgewäser für Amphibien und andere Kleintiere ausgehoben. Zusammen mit der neu angelegten Magerwiese Schonäglen wird dieses Gebiet für den Naturschutz markant aufgewertet.

Ausblick
Die BUK Pfäffikersee wird sich in nächster Zeit mit Erholungs- und Verkehrsfragen befassen müssen; auch muss über eine Verlegung verschiedener Gärten befunden werden, welche sich am Riedrand befinden und nicht den Bestimmungen der Schutzverordnung entsprechen.


Pflegemassnahmen 2004/05
Die Streunutzung durch die Landwirte erfolgte im Herbst ohne grössere Probleme. Auf verschiedenen Frühschnittflächen konnte die Streu wieder ab anfangs August geschnitten werden; für besonders artenreiche Flächen wurde der Mähtermin mit den betroffenen Bewirtschaftern auf die Zeit nach dem 20. September verschoben. Mit dieser Massnahme wird eine erfolgreichere Versamung spätblühender Pflanzen angestrebt.
Auch im vergangenen Herbst/Winter erfolgten wieder grössere Entbuschungseinsätze an verschied enen Stellen. Im Aegerstenried wurden auf einer seit vielen Jahren nicht mehr genutzten Telifläche die Gehölze zurück geschnitten und das Ried gemäht; im Giwitzenried wurden vor allem Randbereiche im Uebergang Wald/Ried freigelegt und grosse Mengen Astmaterial entsorgt Die früheren Turpen- löcher verlanden immer mehr und lassen die offenen Wasserflächen im Ried schrumpfen. Mit gezielten Aktionen werden an mehreren Stellen im Robenhauserried noch bestehende Tümpel regeneriert, aber auch neue Wasserstellen angelegt; die Aktion wird in den kommenden Jahren fortgesetzt. Zwei neue Teiche wurden unterhalb des Oetschbüel ausgehoben, welche für Beobachtungen vom Seerundweg her eingesehen werden können.

Kant. Fachstelle Naturschutz Paul Meier