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Die Leitung hat Anfangs 2006 von Paul Meier zu Martin Graf gewechselt; er wird gelegentlich Neuigkeiten liefern
Pflegemassnahmen 2005/06
Invasive Neophyten Im Frühsommer 2005 wurde wieder zu einem Grosseinsatz zur Bekämpfung der Problempflanzen gestartet. Der Kampf galt in erster Linie der Kanadischen Goldrute – eine eingeführte Gartenpflanze -, die sich sehr stark auf Riedflächen und Randbereichen ausdehnt, welche als Folge von Deponien, fehlender Pflege, Feuerstellen die ursprüngliche Vegetation verdrängt. Es sind vor allem Flächen im Robenhauserried, aber auch im Ausliker- und Giwitzenried betroffen. Mit einem Schnitt vor dem Verblühen, eventuell einer zusätzlichen zweiten Mahd im Herbst, kann die Goldrute geschwächt und vor einer weiteren Ausdehnung gehindert werden. Kleinbestände werden nach Möglichkeit ausgerissen. Die Bekämpfung der kanadischen Goldrute wird schon seit einigen Jahren durchgeführt, Erfolge können an verschiedenen Stellen ausgewiesen werden; die mühsamen Bekämpfungsmassnahmen müssen aber noch weitere Jahre fortgesetzt werden.
Analoge Aktionen werden am Pfäffikersee auch gegen den Japanischen Knöterich, den Riesen-Bärenklau und das Drüsige Springkraut durchgeführt; die Bestände dieser Problempflanzen sind noch nicht derart dominierend.
Mähen In den letzten zwei Jahren wurden einzelne Flächen im Ried vor dem September-Mähtermin geschnitten. Bei diesen Frühschnittflächen handelt es sich um grössere Bestände von Goldruten und auch um stark verschilfte Abschnitte. Durch den Frühschnitt sollen diese Einheiten geschwächt und dafür lichtempfindliche Riedpflanzen gefördert werden. Andere Bereiche wieder werden erst ab Oktober geschnitten; sie beherbergen viele spätblühende Arten, welche bei einem vorzeitigen Schnitt ungenügend versamen können. Mit den Bewirtschaftern wurde deshalb eine spätere Mahd vereinbart.
Büsche: Die Entbuschungsaktionen wurden im vergangenen Herbst/Winter weitergeführt. Im Robenhauserried – nördlich Hell an der Aa – wurden alte, wuchernde Weiden zurück geschnitten, um die Mahd der teilweise sehr nassen und tückischen Böden rationeller bewirtschaften zu können. Grössere Entbuschungsaktionen wurden weiter im Giwitzenried und auf Riedflächen unterhalb Rutschberg durchgeführt. Immer stärker sich ausdehnende Büsche bedrängen gefährdete Riedbestände und überwuchern ehemalige Turpenlöcher. Mit dem teilweisen rigorosen Gehölzrückschnitt wird die fortschreitende Verwaldungs- und Verlandungsprozess bewusst rückgängig gemacht, und die frühere viel offenere Landschaft wieder hergestellt. Auch werden verschiedene verlandende Wasserflächen renaturiert um die Vielfalt in diesen Teilbereichen zu fördern.
Januar 2006 Fachstelle Naturschutz Gebietsbetreuung/Unterhalt P. Meier
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